Die Entscheidung für eine berufliche Ausbildung oder Weiterqualifikation ist eine Investition in die eigene Zukunft. Gleichzeitig stellt sich für viele Interessierte unmittelbar die Frage nach der Finanzierung: Wie lässt sich eine Ausbildung bezahlen, wenn neben den Kursgebühren auch Lebenshaltungskosten, Lernmaterialien und eventuell Reisekosten anfallen? Gerade bei berufsbegleitenden Diplom- und Zertifikatskursen in spezialisierten Bereichen wie Outdoor-Pädagogik, Survival-Training oder Selbstverteidigung entstehen Kosten, die sorgfältig geplant werden wollen. In diesem Artikel erhalten Sie einen umfassenden Überblick über Fördermöglichkeiten, staatliche Zuschüsse, Kreditoptionen und steuerliche Vorteile, die Ihnen helfen können, Ihre Ausbildung bezahlen zu können – mit besonderem Blick auf die Situation in Österreich und relevante Programme im deutschsprachigen Raum.
Staatliche Förderungen für Ausbildung und Weiterbildung
Österreich und Deutschland bieten verschiedene öffentliche Förderprogramme, die speziell darauf ausgerichtet sind, berufliche Qualifikationen finanziell zu unterstützen. Die Kenntnis dieser Optionen ist entscheidend, wenn Sie Ihre Ausbildung bezahlen möchten, ohne ausschließlich auf eigene Ersparnisse zurückgreifen zu müssen.
Berufsausbildungsbeihilfe und vergleichbare Programme
In Deutschland stellt die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) eine wichtige Säule der Ausbildungsförderung dar. Diese staatliche Unterstützung richtet sich primär an Auszubildende in dualen Ausbildungssystemen, die nicht mehr bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt liegt.
Kernmerkmale der BAB:
- Monatlicher Zuschuss zu Lebenshaltungs- und Fahrtkosten
- Abhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern
- Rückzahlungsfrei bei erfolgreicher Bewilligung
- Antragstellung über die Bundesagentur für Arbeit
In Österreich existieren ähnliche Unterstützungsmodelle auf Länderebene, etwa Beihilfen der Arbeiterkammern oder des AMS (Arbeitsmarktservice), die bei beruflicher Neuorientierung oder Weiterbildung greifen können. Diese Programme unterscheiden sich regional, weshalb eine direkte Nachfrage bei der zuständigen Landesstelle empfohlen wird.

Aufstiegs-BAföG: Förderung für fortgeschrittene Qualifikationen
Das Aufstiegs-BAföG, früher als Meister-BAföG bekannt, richtet sich an Personen, die eine weiterführende berufliche Qualifikation anstreben. Diese Förderung ist besonders relevant für Diplom-Ausbildungen und zertifizierte Weiterbildungsprogramme.
Die jüngste Reform 2026 hat die Förderbedingungen deutlich verbessert:
| Förderkomponente | Details | Rückzahlung |
|---|---|---|
| Lehrgangskosten | Bis zu 15.000 € Zuschuss (50%) + Darlehen (50%) | Nur Darlehensanteil |
| Unterhaltsbeitrag | Bis zu 992 € monatlich | Vollständig als Zuschuss |
| Prüfungsgebühren | Pauschale Übernahme | Als Zuschuss |
Bei erfolgreichem Abschluss können zudem Teile des Darlehens erlassen werden. Diese Förderung ermöglicht es vielen, ihre Ausbildung bezahlen zu können, ohne sich langfristig zu verschulden. Weitere Details zur praktischen Anwendung finden sich in der offiziellen Informationsbroschüre.
Bildungskredite und Darlehen
Wenn staatliche Förderungen nicht ausreichen oder nicht greifen, bieten spezialisierte Bildungskredite eine flexible Alternative, um die Ausbildung bezahlen zu können.
KfW-Bildungskredit und Studienkredit
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Deutschland bietet mit dem Bildungskredit eine attraktive Finanzierungsoption für fortgeschrittene Ausbildungsphasen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bankkrediten sind die Konditionen deutlich günstiger.
Vorteile des KfW-Bildungskredits:
- Niedrige, festgeschriebene Zinssätze
- Keine Sicherheiten erforderlich
- Flexible Auszahlungsraten (monatlich 100 bis 300 €)
- Maximale Kreditsumme von 7.200 €
- Rückzahlung erst vier Jahre nach erster Auszahlung
Der KfW-Studienkredit richtet sich primär an Studierende, kann aber in bestimmten Fällen auch für postgraduale berufliche Qualifikationen genutzt werden. Die Kombinierbarkeit mit anderen Förderungen macht diese Option besonders attraktiv.
Österreichische Banken und Bildungskonten
In Österreich bieten verschiedene Bankinstitute spezielle Bildungsdarlehen an, die oft mit Landesprogrammen kombiniert werden können. Die Konditionen variieren je nach Anbieter, weshalb ein Vergleich unerlässlich ist. Viele österreichische Bundesländer haben zudem eigene Bildungskonten etabliert, die Weiterbildungsmaßnahmen mit direkten Zuschüssen oder vergünstigten Darlehen unterstützen.
Arbeitgeberfinanzierung und betriebliche Förderung
Eine oft unterschätzte Möglichkeit, die Ausbildung bezahlen zu können, ist die Unterstützung durch den aktuellen oder zukünftigen Arbeitgeber. Viele Unternehmen haben erkannt, dass gut qualifizierte Mitarbeiter einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.
Bildungskarenz und Bildungsteilzeit in Österreich
In Österreich ermöglicht die Bildungskarenz Arbeitnehmern, sich für bis zu zwölf Monate (in Ausnahmefällen länger) von der Arbeit freistellen zu lassen, um sich weiterzubilden. Während dieser Zeit übernimmt das Arbeitsmarktservice (AMS) die finanzielle Unterstützung in Form von Weiterbildungsgeld.
Voraussetzungen für Bildungskarenz:
- Mindestens sechs Monate beim aktuellen Arbeitgeber beschäftigt
- Vereinbarung mit dem Arbeitgeber erforderlich
- Nachweis einer Weiterbildung im Umfang von mindestens 20 Wochenstunden
- Weiterbildungsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes
Die Bildungsteilzeit bietet eine flexiblere Variante, bei der die Arbeitszeit reduziert wird, während parallel zur Ausbildung ein Teil der bisherigen Tätigkeit fortgeführt wird. Diese Option ist besonders für berufsbegleitende Ausbildungen, wie sie die Personal Outdoor Akademie anbietet, ideal geeignet.

Weiterbildungsvereinbarungen und Rückzahlungsklauseln
Wenn Arbeitgeber die Kosten für eine Ausbildung übernehmen, werden häufig Weiterbildungsvereinbarungen geschlossen, die eine Bindungsfrist vorsehen. Typischerweise verpflichtet sich der Mitarbeiter, für einen bestimmten Zeitraum (meist ein bis drei Jahre) im Unternehmen zu bleiben. Bei vorzeitigem Ausscheiden können anteilige Rückzahlungen fällig werden.
Wichtige Punkte bei Weiterbildungsvereinbarungen:
- Transparente Regelungen zu Kostenübernahme und Rückzahlung
- Verhältnismäßigkeit der Bindungsdauer zur Ausbildungsdauer
- Rechtliche Prüfung empfohlen
- Klare Definition, welche Kosten abgedeckt sind (Kurs, Material, Reise)
Steuerliche Absetzbarkeit und Finanzoptimierung
Ein häufig übersehener Aspekt beim Thema Ausbildung bezahlen ist die steuerliche Geltendmachung von Weiterbildungskosten. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland können beruflich veranlasste Bildungsmaßnahmen steuermindernd wirken.
Werbungskosten oder Betriebsausgaben
In Österreich können Kosten für berufliche Weiterbildung als Werbungskosten (bei Angestellten) oder Betriebsausgaben (bei Selbstständigen) abgesetzt werden. Voraussetzung ist der unmittelbare Zusammenhang mit der derzeitigen oder einer künftigen beruflichen Tätigkeit.
Absetzbare Ausbildungskosten:
- Kursgebühren und Prüfungsgebühren
- Fachliteratur und Lernmaterialien
- Fahrtkosten zu Ausbildungsorten
- Übernachtungs- und Verpflegungskosten bei mehrtägigen Seminaren
- Arbeitsmittel (z.B. spezielle Outdoor-Ausrüstung bei entsprechenden Ausbildungen)
In Deutschland regelt das Bundesfinanzministerium die steuerliche Behandlung von Bildungsausgaben detailliert. Während Erstausbildungen nur als Sonderausgaben (bis maximal 6.000 € pro Jahr) geltend gemacht werden können, lassen sich Zweitausbildungen und Weiterbildungen vollumfänglich als Werbungskosten absetzen.
Dokumentation und Nachweise
Um die steuerliche Absetzbarkeit zu gewährleisten, ist eine lückenlose Dokumentation aller Ausgaben erforderlich:
- Sammlung aller Belege (Rechnungen, Quittungen, Zahlungsnachweise)
- Nachweis des beruflichen Zusammenhangs (Kursbeschreibung, Bestätigung des Arbeitgebers)
- Fahrtenbuch bei Nutzung des Privatfahrzeugs
- Stundennachweis bei anteiliger Absetzbarkeit
Eine professionelle Steuerberatung kann helfen, das maximale Einsparungspotenzial auszuschöpfen und alle relevanten Positionen korrekt zu deklarieren.
Stipendien und Stiftungsförderung
Neben staatlichen und bankbasierten Finanzierungsoptionen existieren zahlreiche private Stipendienprogramme und Stiftungen, die berufliche Weiterbildungen fördern. Diese richten sich oft an spezifische Zielgruppen oder Fachrichtungen.
Branchenspezifische Förderungen
Für Ausbildungen im Outdoor-, Pädagogik- oder Sicherheitsbereich können folgende Stipendienquellen relevant sein:
- Stiftungen im Bildungsbereich (z.B. Begabtenförderungswerke)
- Branchenverbände und Berufsgenossenschaften
- Gemeinnützige Organisationen mit Schwerpunkt Naturpädagogik oder Jugendarbeit
- Regionale Wirtschaftsförderungen
Die Bewerbung um Stipendien erfordert meist eine detaillierte Darstellung der Motivation, des beruflichen Werdegangs und der geplanten Verwendung der Qualifikation. Trotz des Aufwands lohnt sich die Recherche, da Stipendien im Gegensatz zu Krediten nicht zurückgezahlt werden müssen.
Eigene Ersparnisse und Ratenzahlung
Wenn externe Finanzierungen nicht oder nur teilweise greifen, bleibt der Rückgriff auf eigene finanzielle Mittel. Viele Bildungsanbieter haben dies erkannt und bieten flexible Zahlungsmodelle an.
Ratenzahlungsoptionen
Die meisten seriösen Ausbildungsinstitutionen, einschließlich spezialisierter Akademien für Outdoor- und Sicherheitsausbildungen, ermöglichen eine gestaffelte Zahlung der Kursgebühren:
| Zahlungsmodell | Vorteil | Zu beachten |
|---|---|---|
| Einmalzahlung | Oft Rabatt von 5-10% | Hohe sofortige Belastung |
| Semesterweise | Verteilung über Ausbildungsdauer | Planbare Raten |
| Monatliche Raten | Geringste Einzelbelastung | Eventuell Verwaltungsgebühr |
Berufsbegleitende Ausbildungen bieten den zusätzlichen Vorteil, dass während der Qualifikationsphase weiterhin ein reguläres Einkommen erzielt wird, aus dem die Raten beglichen werden können. Dies macht es vielen Interessierten möglich, ihre Ausbildung bezahlen zu können, ohne auf Kredite angewiesen zu sein.

Finanzielle Vorplanung und Budgetierung
Eine realistische Budgetplanung ist unerlässlich, wenn Sie Ihre Ausbildung bezahlen möchten:
- Gesamtkostenermittlung: Alle direkten und indirekten Kosten erfassen
- Einnahmen-Ausgaben-Rechnung: Monatliches verfügbares Budget kalkulieren
- Sparziel festlegen: Konkrete Sparbeträge definieren und Zeitplan erstellen
- Notfallreserve: Puffer für unvorhergesehene Ausgaben einplanen
- Optimierung laufender Kosten: Einsparpotenziale in anderen Lebensbereichen identifizieren
Digitale Finanztools und Budgetierungs-Apps können dabei helfen, den Überblick zu behalten und Sparziele konsequent zu verfolgen.
Internationale Mobilitätsprogramme
Für Ausbildungsteilnehmer, die auch grenzüberschreitende Erfahrungen sammeln möchten, bietet das europäische Erasmus+ Programm finanzielle Unterstützung für Auslandsaufenthalte im Rahmen der beruflichen Bildung.
Erasmus+ für berufliche Bildung umfasst:
- Zuschüsse zu Reise- und Aufenthaltskosten
- Organisatorische Unterstützung bei Praktika im EU-Ausland
- Kurzzeitaufenthalte (wenige Wochen) bis Langzeitmobilität (bis zu einem Jahr)
- Netzwerkbildung mit internationalen Partnern
Gerade im Outdoor- und Erlebnispädagogikbereich können internationale Erfahrungen wertvoll sein und gleichzeitig finanziell unterstützt werden. Die Kombination verschiedener Förderquellen maximiert die Möglichkeiten, eine hochwertige Ausbildung bezahlen zu können.
Regional- und landesspezifische Förderprogramme in Österreich
Österreich verfügt über ein dezentrales Bildungsförderungssystem, bei dem jedes Bundesland eigene Programme auflegt. Diese regionalen Fördertöpfe sind oft weniger bekannt, bieten aber substanzielle Unterstützung.
Bundesländer-Bildungsförderungen im Überblick
- Wien: Waff-Bildungskonto mit bis zu 5.000 € Förderung
- Niederösterreich: Bildungsförderung des Landes NÖ für berufliche Weiterbildungen
- Oberösterreich: Bildungskonto OÖ mit gestaffelten Zuschüssen
- Steiermark: Bildungsscheck Steiermark für berufsbegleitende Weiterbildungen
- Tirol: Bildungsgeld Update für berufsorientierte Qualifizierungen
- Salzburg: Bildungsscheck des Landes Salzburg
- Vorarlberg: Startkapital für Weiterbildung
- Kärnten: QualiPass für qualifizierende Maßnahmen
- Burgenland: Qualifikationsförderungszuschuss
Jedes dieser Programme hat spezifische Voraussetzungen bezüglich Wohnsitz, Einkommenshöhe, Art der Weiterbildung und Förderhöhe. Ein direkter Kontakt mit der jeweiligen Landesstelle ist empfehlenswert, um alle Bedingungen zu klären.
Besondere Finanzierungsstrategien für berufsbegleitende Ausbildungen
Berufsbegleitende Qualifikationen, wie sie etwa die Personal Outdoor Akademie in den Bereichen Outdoor-Pädagogik und Selbstverteidigung anbietet, stellen besondere Anforderungen an die Finanzierungsplanung. Das parallele Berufseinkommen erleichtert zwar die Finanzierung, erfordert aber auch ein effizientes Zeitmanagement.
Vorteile berufsbegleitender Formate
- Kontinuierliches Einkommen während der Ausbildungszeit
- Direkte Anwendung des Gelernten im aktuellen Arbeitskontext
- Geringeres Finanzierungsrisiko durch bestehende Einkommensquelle
- Flexible Ratenzahlung aus laufendem Gehalt möglich
Wenn Sie beispielsweise eine Diplom Outdoortrainer Ausbildung berufsbegleitend absolvieren möchten, können Sie die modularen Blockveranstaltungen am Wochenende nutzen und gleichzeitig weiterhin Ihrem Beruf nachgehen. Die Kursgebühren lassen sich so über die gesamte Ausbildungsdauer aus dem regulären Einkommen bestreiten, während gleichzeitig die erworbenen Qualifikationen bereits beruflich eingesetzt werden können.

Zeit-Geld-Balance optimieren
Bei berufsbegleitenden Formaten sollten folgende Faktoren in die Finanzplanung einfließen:
- Fahrtkosten zu Ausbildungsorten an Wochenenden
- Eventueller Verdienstausfall bei Blockveranstaltungen während der Woche
- Zusätzliche Ausgaben für Kinderbetreuung oder Haushaltsunterstützung
- Regenerationskosten (erhöhter Bedarf an Erholung und Verpflegung)
Eine ehrliche Kosten-Nutzen-Analyse hilft dabei, realistische Erwartungen zu formulieren und die Ausbildung bezahlen zu können, ohne die private finanzielle Situation zu gefährden.
Kombination mehrerer Finanzierungsquellen
Die optimale Strategie besteht häufig darin, verschiedene Finanzierungsquellen zu kombinieren. Ein durchdachter Finanzierungsmix reduziert die individuelle Belastung und nutzt alle verfügbaren Ressourcen.
Beispiel-Finanzierungsplan
Ausbildungskosten Gesamtsumme: 6.000 €
- Aufstiegs-BAföG (Zuschussanteil): 1.500 €
- Bildungskonto des Bundeslandes: 1.000 €
- Arbeitgeberzuschuss: 1.200 €
- Eigene Ersparnisse: 1.300 €
- Ratenzahlung über 12 Monate: 1.000 € (ca. 83 € monatlich)
Dieser Mix zeigt, wie durch geschickte Kombination verschiedener Quellen eine vollständige Finanzierung erreicht werden kann, ohne sich langfristig zu verschulden oder die kompletten Kosten auf einmal aufbringen zu müssen.
Kosten-Nutzen-Analyse und Return on Investment
Bevor Sie entscheiden, wie Sie Ihre Ausbildung bezahlen, sollte eine fundierte Kosten-Nutzen-Betrachtung erfolgen. Eine berufliche Qualifikation ist eine Investition, die sich idealerweise durch höheres Einkommen, bessere Jobchancen oder erweiterte Selbstständigkeits-Optionen auszahlt.
Langfristige Einkommensperspektiven
Qualifizierte Outdoor-Trainer, Survival-Instruktoren oder Selbstverteidigungstrainer können nach erfolgreichem Abschluss verschiedene Einkommensquellen erschließen:
- Angestellte Tätigkeit bei Bildungseinrichtungen, Outdoor-Veranstaltern oder Sicherheitsdiensten
- Freiberufliche Kurse und Workshops
- Kombinationsmodelle aus Teilzeitanstellung und selbstständigen Projekten
- Unternehmensgründung im Bereich Outdoor-Events oder Sicherheitstraining
Eine realistische Hochrechnung potenzieller Mehreinnahmen über fünf bis zehn Jahre zeigt häufig, dass sich die anfänglichen Ausbildungskosten deutlich amortisieren. Diese Perspektive erleichtert auch die Entscheidung für eine Kreditaufnahme, wenn diese sinnvoll erscheint.
Finanzierungsberatung und professionelle Unterstützung
Die Vielzahl an Fördermöglichkeiten und Finanzierungsoptionen kann überfordernd wirken. Professionelle Beratung hilft, die individuell beste Lösung zu finden.
Anlaufstellen für Finanzierungsberatung
- Arbeitsmarktservice (AMS) in Österreich: Umfassende Beratung zu Bildungskarenz, Weiterbildungsgeld und Kursförderungen
- Wirtschaftskammern und Arbeiterkammern: Informationen zu branchenspezifischen Förderungen
- Bildungsberatungsstellen der Länder: Neutrale Beratung zu regionalen Förderprogrammen
- Steuerberatungen: Optimierung der steuerlichen Absetzbarkeit
- Ausbildungsinstitutionen selbst: Oft detaillierte Informationen zu möglichen Förderungen
Ein persönliches Beratungsgespräch klärt, welche Förderungen miteinander kombinierbar sind und welche Antragsfristen beachtet werden müssen. Viele Förderprogramme setzen voraus, dass der Antrag vor Ausbildungsbeginn gestellt wird – rechtzeitige Information ist daher essentiell.
Vermeidung häufiger Finanzierungsfehler
Bei der Planung, wie Sie Ihre Ausbildung bezahlen, sollten einige typische Fallstricke vermieden werden:
Häufige Fehler:
- Zu späte Antragstellung: Viele Förderungen müssen vor Ausbildungsbeginn beantragt werden
- Unvollständige Unterlagen: Fehlende Nachweise führen zu Ablehnungen
- Überschätzung der finanziellen Belastbarkeit: Realistische Budgets inklusive Puffer sind wichtig
- Vernachlässigung steuerlicher Aspekte: Dokumentation von Beginn an sicherstellen
- Nichtkombination verfügbarer Quellen: Oft können mehrere Programme parallel genutzt werden
Eine strukturierte Herangehensweise mit Checklisten und zeitlichem Vorlauf minimiert diese Risiken deutlich.
Aktuelle Entwicklungen und Ausblick 2026
Das Jahr 2026 bringt weitere Verbesserungen in der Bildungsfinanzierung. Die Aufstiegs-BAföG-Reform hat die Fördersätze erhöht und die Zugangsvoraussetzungen flexibilisiert. Auch in Österreich investieren Bund und Länder verstärkt in Weiterbildungsinitiativen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Die digitale Transformation der Antragsverfahren beschleunigt zudem die Bearbeitungszeiten. Online-Portale ermöglichen inzwischen bei vielen Programmen die vollständig digitale Antragstellung mit elektronischer Signatur und Upload der Nachweise. Dies reduziert administrative Hürden und macht Förderungen zugänglicher.
Laut dem Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes steigen die öffentlichen und privaten Bildungsinvestitionen kontinuierlich an, was die Bedeutung lebenslangen Lernens unterstreicht und mittelfristig weitere Verbesserungen der Förderlandschaft erwarten lässt.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Verbraucherschutz
Wenn Sie eine Ausbildung bezahlen und dafür Verträge mit Bildungsanbietern oder Kreditinstituten eingehen, sollten Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Seriöse Anbieter informieren transparent über Kosten, Leistungen und Rücktrittsrechte.
Wichtige Vertragsbestandteile
- Gesamtkostenaufstellung: Alle Gebühren ohne versteckte Zusatzkosten
- Zahlungsmodalitäten: Fälligkeiten, Ratenpläne, Verzugszinsen
- Rücktrittsrecht: Gesetzliche und vertragliche Kündigungsfristen
- Leistungsumfang: Präzise Beschreibung der Ausbildungsinhalte, Prüfungen, Zertifikate
- Qualitätssicherung: Akkreditierungen, Anerkennungen, Qualitätsstandards
In Österreich gelten spezielle Konsumentenschutzbestimmungen, die auch für Bildungsverträge relevant sind. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich die Konsultation der Arbeiterkammer oder von Konsumentenschutzorganisationen.
Förderungen für spezielle Zielgruppen
Einige Förderprogramme richten sich gezielt an bestimmte Personengruppen, um Chancengleichheit zu fördern:
- Frauen in technischen/naturnahen Berufen: Spezielle Stipendien und Zuschüsse
- Menschen mit Behinderungen: Erweiterte Förderungen über Sozialversicherungsträger
- Wiedereinsteigende nach Karenz: Spezielle Rückkehrprogramme mit Bildungsförderung
- Ältere Arbeitnehmer (50+): Programme zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit
- Menschen mit Migrationshintergrund: Integrationsfördernde Qualifikationsmaßnahmen
Die Prüfung, ob Sie einer dieser Zielgruppen angehören, kann zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen.
Die Finanzierung einer hochwertigen beruflichen Qualifikation erfordert sorgfältige Planung, die Kombination verschiedener Förderquellen und eine realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten. Mit den dargestellten staatlichen Programmen, Kreditoptionen, Arbeitgeberunterstützung und steuerlichen Vorteilen lässt sich für nahezu jede Situation eine passende Lösung finden, um die Ausbildung bezahlen zu können. Die Personal Outdoor Akademie bietet mit ihren flexiblen, berufsbegleitenden Ausbildungsprogrammen in Outdoor-Pädagogik, Survival-Training und Selbstverteidigung eine fundierte Qualifikation, die sich durch die beschriebenen Finanzierungsmöglichkeiten realisieren lässt. Informieren Sie sich unverbindlich über die verschiedenen Diplom- und Zertifikatskurse und lassen Sie sich individuell beraten, welche Fördermöglichkeiten für Ihre Situation optimal sind.

